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Dokumentenmanagement und digitale Prozesse im Mittelstand

Lesson 01 of 13

Der DMS-Podcast - Prozesse, die wirken – Wie Digitalisierung Mittelstand und Resilienz stärkt

From Der DMS-Podcast
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Overview

Markus Höllriegel und Rebecca Lanz sprechen über die Stärkung mittelständischer Unternehmen durch digitale Dokumentenprozesse, warum kleine Digitalisierungsschritte große Wirkung entfalten und welchen Unterschied Prozessoptimierung für die Widerstandsfähigkeit macht. Praxisnahe Einblicke und Erfahrungen rund um Dokumentenmanagement, KI und Zukunftssicherheit – fernab von Buzzwords.

Dokumentenmanagement und digitale Prozesse im Mittelstand: Der DMS-Podcast - Prozesse, die wirken – Wie Digitalisierung Mittelstand und Resilienz stärkt — full transcript

Begrüßung und Konzept

5c01c82b: Der DMS Podcast.

5c01c82b: Effizienz entscheidet. –

5c01c82b: Der Podcast für Geschäftsführung, Digitalisierung und DMS-Strategie.

Markus Höllriegel: Hallo und herzlich willkommen zur allerersten Folge von - der DMS-Podcast.

Markus Höllriegel: Ich bin Markus Höllriegel, komme aus dem schönen Forchheim, und ich freu mich riesig, dass wir heute loslegen.

Markus Höllriegel: Und ich bin natürlich nicht allein.

Markus Höllriegel: Rebecca.

Markus Höllriegel: magst du dich auch kurz vorstellen?

Rebecca Lanz: Grüß dich Markus, und auch ein herzliches Servus an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.

Rebecca Lanz: Ich bin Rebecca Lanz, wie man vielleicht schon an meinem Akzent hört, aus Oberbayern.

Rebecca Lanz: Wir starten heute mit einer Serie, in der wir zeigen wollen, wie Digitalisierung – speziell bei dokumentenbasierten Prozessen – Unternehmen wirklich widerstandsfähiger macht. Also, wie kleine Schritte in der Digitalisierung große Wirkung entfalten können, gerade in unsicheren Zeiten. Und natürlich reden wir auch über Themen wie Unternehmerverantwortung, DMS-Strategie und, - Effizienz.

Rebecca Lanz: Markus,

Rebecca Lanz: magst du noch was ergänzen?

Markus Höllriegel: Ja, gern.

Markus Höllriegel: Uns geht’s darum, das Ganze ohne Werbegeplänkel, aber mit echten Einblicken und Erfahrungen anzugehen.

Markus Höllriegel: Also, wie können mittelständische Unternehmen in Deutschland gestärkt werden? Und zwar so, dass es auch in der Praxis funktioniert – nicht nur auf dem Papier.

Warum Resilienz im Mittelstand?

Markus Höllriegel: Und damit sind wir eigentlich schon beim Kern: Resilienz.

Markus Höllriegel: Das klingt erstmal ein bisschen nach Psychologie, aber im Mittelstand und auch bei kleineren Unternehmen ist das ein echter Schlüsselfaktor.

Markus Höllriegel: Gerade jetzt, wo das BIP stagniert, Investitionen stocken und – ich sag mal – die Stimmung eher vorsichtig ist.

Markus Höllriegel: Rebecca, du hast das ja auch in deinen Recherchen immer wieder gehört, oder?

Rebecca Lanz: Absolut.

Rebecca Lanz: Deutschland wird ja aktuell wieder als der „kranke Mann Europas“ bezeichnet, das liest man überall.

Rebecca Lanz: Die Wirtschaft tritt auf der Stelle, und dann kommen noch so Sachen wie Trumps Zölle dazu.

Rebecca Lanz: Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fragen sich: Wie kann ich mein Unternehmen zukunftssicher machen?

Rebecca Lanz: Wie kann ich mich auf neue Herausforderungen einstellen, ohne gleich alles umzukrempeln.

Markus Höllriegel: Genau das.

Markus Höllriegel: Und das ist ja nicht nur ein Gefühl, sondern spiegelt sich auch in den Zahlen wider.

Markus Höllriegel: Die Unsicherheit ist groß, und gerade im Mittelstand ist die Frage nach Resilienz – also wie man mit Krisen und Veränderungen umgeht – wichtiger denn je.

Perspektiven und echte Stimmen aus dem Mittelstand

Markus Höllriegel: Ich hab in den letzten Monaten mit einigen Geschäftsführern aus dem Mittelstand gesprochen, quer durch die Branchen.

Markus Höllriegel: Ein Beispiel aus Coburg ist mir besonders hängen geblieben. Da meinte ein Maschinenbauer zu mir: - „Früher haben wir einfach gearbeitet – heute verwalten wir die Arbeit.“ -

Markus Höllriegel: Das fand ich ziemlich treffend.

Rebecca Lanz: Das ist ein Satz, der viel aussagt.

Rebecca Lanz: Die Bürokratie hat zugenommen,

Rebecca Lanz: die Dokumentationspflichten auch,

Rebecca Lanz: und das macht die Abläufe nicht nur langsamer, sondern auch fehleranfälliger.

Rebecca Lanz: Im Alltag bedeutet das:

Rebecca Lanz: Mehr Zeit für Papier- und Formularkram, weniger Zeit für das eigentliche Geschäft.

Rebecca Lanz: Und das erhöht natürlich auch die Belastung für die Teams.

Markus Höllriegel: Ja, und das ist ja nicht nur ein Gefühl, sondern zeigt sich auch in der Praxis.

Markus Höllriegel: Viele sagen, sie kommen kaum noch dazu, wirklich zu gestalten, weil sie so viel verwalten müssen.

Markus Höllriegel: Das ist ein echter Hemmschuh.

Bremsklotz Altprozess: Kleine Schritte, große Wirkung

Markus Höllriegel: Und oft sind es die alten Prozesse, die da zum Bremsklotz werden.

Markus Höllriegel: Also Abläufe, die seit Jahren gleich laufen, aber eigentlich längst nicht mehr zeitgemäß sind. Ich mein, Rechnungsverarbeitung, Vertragsmanagement, Qualitätssicherung, Personalakten – das sind alles Bereiche, wo man mit kleinen digitalen Schritten schon viel erreichen kann.

Rebecca Lanz: Genau, und ganz aktuell kommt bei manchen Unternehmen auch die Frage auf: - Wie setzt man zum Beispiel die NIS2-Anforderungen ohne allzu großen Aufwand praktisch um?

Rebecca Lanz: Also, wie kann man IT-Sicherheit und Dokumentationspflichten erfüllen, ohne gleich ein Riesenprojekt draus zu machen?

Rebecca Lanz: Digitalisierung ist da wirklich ein Werkzeug – kein Buzzword, das man einfach so in den Raum wirft.

Markus Höllriegel: Ja, auch das ist ein wichtiger Punkt: - Es geht nicht darum, alles auf einmal zu digitalisieren, sondern gezielt da anzusetzen, wo es wirklich was bringt.

Markus Höllriegel: Und das kann schon mit kleinen Schritten anfangen.

Exemplarische Unternehmensgeschichte aus NRW

Markus Höllriegel: Ich erinnere mich an einen besonderen Satz in einem Gespräch mit einer Firma aus NRW :

Markus Höllriegel: „Zu unseren größten Schwachstellen gehörte nicht nur der Markt – sondern auch unsere Ablage.“-

Markus Höllriegel: Die hatten ihre Dokumente überall verteilt – in Outlook, - auf Papier, - Servern, - und, - ja, - auch in den Köpfen der Mitarbeiter.

Markus Höllriegel: Das hat im Alltag für richtig viel Stress gesorgt, vor allem wenn jemand ausgefallen ist oder ein Audit anstand.

Markus Höllriegel: Da wurde dann plötzlich fieberhaft gesucht, und die Zusammenarbeit war alles andere als einfach.

Rebecca Lanz: Das ist ein klassisches Beispiel.

Rebecca Lanz: Wenn die Strukturen fehlen, wird’s im Ernstfall richtig schwierig.

Rebecca Lanz: Man merkt das oft erst, wenn’s brennt – also wenn Daten dringend gebraucht werden oder jemand kurzfristig einspringen muss.

Rebecca Lanz: Dann zeigt sich, wie wichtig eine gute Dokumentenstruktur und eine intelligente Dokumentenlenkung mit digitalen Workflows ist.

Markus Höllriegel: Genau.

Markus Höllriegel: Und das ist ja kein Einzelfall.

Markus Höllriegel: Viele Unternehmen stehen vor genau diesen Herausforderungen, weil die Ablage und die Geschäftsprozesse einfach historisch gewachsen sind und nie wirklich aufgeräumt wurde.

Digitalisierung ohne Angst vorm Riesenprojekt

Markus Höllriegel: Viele denken bei Digitalisierung immer gleich an riesige IT-Projekte, die Monate dauern und das halbe Unternehmen lahmlegen. Aber das muss gar nicht sein und Digitalisierung ist kein IT-Projekt.

Markus Höllriegel: Oft reicht es schon, wenn man zum Beispiel Eingangsbelege automatisch verarbeitet oder Verträge systematisch ablegt.

Markus Höllriegel: Auch Fristenüberwachung kann man Schritt für Schritt digitalisieren.

Rebecca Lanz: Das ist ein wichtiger Punkt. Digitalisierung ist kein Alles-oder-nichts.

Rebecca Lanz: Man kann stufenweise vorgehen und erst mal die Prozesse angehen, die am meisten Zeit kosten oder am fehleranfälligsten sind.

Rebecca Lanz: Und der Nutzen zeigt sich fast immer schon nach kurzer Zeit: Mehr Prozesssicherheit, verlässlichere Organisation – das alles stärkt die Resilienz des Unternehmens.

Markus Höllriegel: Ja, und das nimmt auch die Angst vor dem großen Umbruch und bringt die Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Markus Höllriegel: Es geht darum, die Organisation so aufzustellen, dass sie auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt.

Digitale DMS-Systeme: Nutzen für den Mittelstand

Markus Höllriegel: Ein gutes Beispiel aus der Praxis ist DocuWare – ein DMS- und Workflow-System, das viele Mittelständler nutzen.

Markus Höllriegel: Damit kann man Dokumente zentral ablegen, Bearbeitungs- und Suchzeiten drastisch reduzieren, Freigaben automatisieren und hat immer den Überblick über Fristen z.B. bei Skonto oder Verträgen.

Markus Höllriegel: Das entlastet die Teams enorm und sorgt dafür, dass man im Alltag einfach schneller und stressfreier arbeiten kann.

Rebecca Lanz: Das ist wirklich ein konkreter Vorteil.

Rebecca Lanz: Weniger Zeitverlust, bessere Übersicht, automatisierte Abläufe – das sind Dinge, die im Mittelstand oft den Unterschied machen.

Rebecca Lanz: Und es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu entlasten und die Handlungsfähigkeit zu erhöhen.

Markus Höllriegel: Genau, und das ist ja letztlich das Ziel: Die Teams so zu unterstützen, dass sie sich auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren können.

Widerstände gegen Digitalisierung – und Lösungen

Rebecca Lanz: Es gibt aber auch immer wieder Widerstände. Markus, du hast ja viel mit Unternehmern gesprochen – was hörst du da so an Bedenken?

Markus Höllriegel: Ja, das ist ganz typisch: „Wir haben keine Zeit dafür“, - „Das passt nicht zu uns“, - „Wir sind zu klein“, - oder „Wir müssen erst ein neues ERP einführen“.

Markus Höllriegel: Das sind so die Klassiker. - Aber wenn man mal ehrlich ist, sind das oft eher Ausreden oder ist die Scheu vor Veränderungen oder eine Fehleinschätzung über den Aufwand und Nutzen eines Digitalisierungsprojektes.

Markus Höllriegel: Wer einmal anfängt, merkt schnell, dass kleine digitale Schritte einen großen Hebel haben können.

Rebecca Lanz: Und gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist das ein echter Vorteil.

Rebecca Lanz: Digitalisierung entlastet die Teams, weil sie repetitive Aufgaben abnimmt.

Rebecca Lanz: Das heißt nicht, dass weniger Menschen gebraucht werden – sondern dass die vorhandenen Kräfte besser eingesetzt werden können.

Markus Höllriegel: Absolut. Und das macht das Unternehmen insgesamt widerstandsfähiger.

Rebecca Lanz: Das rechnet sich. Aber zur Wirtschaftlichkeit von Digitalisierungsmaßnahmen machen wir eine eigene Folge in diesem Podcast.

Künstliche Intelligenz als Prozessverstärker

Markus Höllriegel: Und dann gibt’s ja noch das Thema KI. -

Markus Höllriegel: Rebecca, wie siehst du das – was kann KI im Dokumentenmanagement leisten?

Rebecca Lanz: KI ist da wirklich ein Prozessverstärker.

Rebecca Lanz: Sie kann Informationen aus Dokumenten extrahieren, Daten zuordnen, Muster erkennen – also Aufgaben, die bisher oft manuell gemacht wurden.

Rebecca Lanz: Aber, - und das ist mir wichtig - Das muss mit Augenmaß passieren und immer mit klaren ethischen Leitplanken.

Rebecca Lanz: Wenn KI sinnvoll eingesetzt wird, kann sie die Robustheit von Prozessen noch weiter steigern.

Markus Höllriegel: Ja, das ist ein spannender Punkt. Es geht nicht darum, alles zu automatisieren, sondern die Menschen zu unterstützen und Prozesse noch sicherer zu machen.

Schlussgedanken – Zeit zurückgewinnen, Resilienz leben

Markus Höllriegel: Ich hab neulich einen Bericht der IHK Karlsruhe gelesen, da hieß es: „Investitionszurückhaltung bleibt – Unsicherheit vor der Zukunft.“ - Das trifft es eigentlich ganz gut.

Markus Höllriegel: Aber vielleicht ist es genau diese Zukunft, auf die wir uns vorbereiten müssen.

Markus Höllriegel: Hören Sie hierzu Prof. Dr. Moritz Schularick vom Kiel Institut für Weltwirtschaft auf der Veranstaltung Peak, dem Mittelstandsgipfel :

Markus Höllriegel: Veränderung fängt oft mit kleinen Schritten an und hat nichts mit der Größe des Unternehmens zu tun.

Rebecca Lanz: Genau. Resilienz beginnt im Alltag, mit kleinen Entscheidungen, die jedes Team treffen kann.

Rebecca Lanz: Vielleicht ist die wichtigste Frage gar nicht, wie wir die ganz große Strategie aufsetzen, sondern:

Rebecca Lanz: Wo verlieren wir heute jeden Tag Zeit – und wie holen wir sie uns zurück.

Markus Höllriegel: Wenn diese Frage bei Ihnen Resonanz auslöst, dann war diese Folge vielleicht ein kleiner Impuls zur richtigen Zeit.

Markus Höllriegel: Wir hoffen, Sie nehmen was mit für Ihren Alltag.

Rebecca Lanz: Resilienz ist keine Eigenschaft, die nur große Konzerne haben.

Rebecca Lanz: Sie entsteht im Kleinen, durch die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen.

Markus Höllriegel: Das war’s für heute im DMS-Podcast.

Markus Höllriegel: Dank an Gerhard von Sachsen Gessaphe für Script und Produktion.

Markus Höllriegel: Weitere interessante Themen gibt es auch im Blog der DMS GmbH.

Markus Höllriegel: Rebecca,

Markus Höllriegel: hat Spaß gemacht mit dir.

Rebecca Lanz: Mir auch, Markus. Und danke an alle, die heute zugehört haben. Wir freuen uns, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

Markus Höllriegel: Der DMS-Podcast – Gespräche über Prozesse, die wirken.

Rebecca Lanz: Weil Widerstandsfähigkeit nicht von außen kommt – sondern von innen entsteht.

Markus Höllriegel: Digital. Bewährt. Durchdacht.

Rebecca Lanz: Bis bald – und bleiben’s widerstandsfähig. Servus!